Verkehrsführung

Einige Anrainer sind gegen die geplante Verkehrsführung – die jedoch unter allen bislang bekannten Vorschlägen die einzig sichere und gangbare bleibt. Worum geht es? Wer aus Deutschland kommt, fährt in Zukunft erst am Ende des Areals auf die Raststation Hörbranz ab. Diese Streckenführung ist von der ASFINAG – sie hat über den Bund die Hoheit über die österreichischen Autobahnen und besitzt das Zollamtsareal – aus Gründen der Verkehrssicherheit schon bei der Ausschreibung des Projektes vorgegeben worden. Die heutige, provisorische Abfahrt gleich nach der Autobahnauffahrt Lindau wurde mit Umsetzung des Schengen-Abkommens nur übergangsweise genehmigt und stellt keine langfristige Lösung dar.

 

Auf dem Gelände geht es in einer Schleife, die Pkw und Lkw langsamer und damit sicherer fahren lässt, zu Tankstelle, Restaurant und den dahinterliegenden Parkflächen, bevor die Fahrzeuge wieder Richtung Autobahn abbiegen. In Summe legen Pkw auf dem Gelände ungefähr 600 Meter zusätzlich zurück, Lkw 900 Meter. Dies hat weder auf den Geräuschpegel noch auf die Luftqualität entlang einer viel befahrenen Autobahn einen nennenswerten Einfluss. Autofahrer, die nach Deutschland unterwegs sind, können ausreiseseitig über einen Kreisverkehr in den Amerikaweg einbiegen und die Raststätte durch die Unterführung anfahren. Lkw-Fahrern ist die Durchfahrt verboten. Sie können die Raststation aber zu Fuß über eine bestehende Fußgängerunterführung erreichen.

 

Die Möglichkeit der Zufahrt über die Autobahnausfahrt Lindau, wie sie einige Anrainer aus Hörbranz favorisiert haben, wurde durch ein Verkehrsplanungsbüro, die ASFINAG sowie die Autobahn-Direktion Südbayern ausführlich geprüft. Sie alle lehnen diese Variante aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Naturschutzes als nicht realisierbar ab. Die Variante hätte erhebliche Eingriffe in das Natura 2000-Gebiet mit sich gebracht und wohl deutlich mehr Lärm für die deutschen Anrainer. Die Autobahn-Direktion Südbayern beurteilt den Vorschlag auch als problematisch für die heute reibungslos funktionierende Lindauer Autobahnauffahrt – und hätte damit so oder so keine akzeptable Begründung, ein Planfeststellungsverfahren auf deutschem Boden zu starten.

Geschwindigkeit auf der Autobahn

Vielfach wird das Thema Geschwindigkeit auf der Rheintalautobahn A 14 und der deutschen A 96 thematisiert. Unabhängig von der Errichtung der Raststation Hörbranz fällt mit der bevorstehenden Eröffnung der zweiten Pfändertunnelröhre die wesentlichste verkehrstechnische Begründung für die vorhandene Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h weg. Daher besteht für die ASFINAG die Vorgabe des Verkehrsministeriums, im Bereich des Grenzüberganges die Geschwindigkeit zu erhöhen.

 

Die Geschwindigkeit auf der A 14 liegt somit nicht im Einflussbereich der Projektbetreiber und es besteht auch kein Zusammenhang zwischen dem Raststationsprojekt und der Geschwindigkeit auf der Autobahn. Auf dem Areal der Raststation gilt auch in Zukunft eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h.