Umwidmung

Die Raststation Hörbranz GmbH führte im Rahmen der Umwidmung eine Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung (SUP) durch. Diese beinhaltet den Umweltbericht, der mögliche Auswirkungen der Raststation für Menschen, Fauna und Flora, Lärm, Luft, Wasser sowie den Verkehr untersucht und das Projekt selbst sowie die Verkehrsplanung thematisiert.

 

Der Umweltbericht wurde im Februar 2011 beim Land Vorarlberg eingereicht. In der zuständigen Umweltabteilung prüften unabhängige Amtssachverständige die Einzelgutachten und führten zur Kontrolle zum Teil eigene Messungen durch. Das Land attestierte Anfang November 2011 dem Projekt, keine relevanten Auswirkungen zu haben. Nach der Behandlung im Raumplanungsausschuss der Gemeinde Hörbranz konnte die Gemeindevertretung Ende November in der ersten Beschlussfassung das Auflageverfahren zur Flächenumwidmung einleiten. Entsprechend dem Behördenverfahren lagen die Projektunterlagen einen Monat in der Gemeinde Hörbranz und der Stadt Lindau zur Einsichtnahme aus. Mit dieser Möglichkeit für die Bevölkerung zur Einreichung von Anregungen und Bedenken zum Projekt wird sichergestellt, dass diese im amtlichen Verfahren gehört werden. Nach Bearbeitung aller eingegangen Einwände durch die Verantwortlichen von Gemeinde und Land sprach sich die Gemeindevertretung am 2. Mai 2012 in zweiter Beschlussfassung schließlich mehrheitlich positiv für die Flächenumwidmung aus.

 

Die nächsten Schritte

In einem weiteren Schritt muss die Flächenumwidmung noch vom Amt der Vorarlberger Landesregierung als Aufsichtsbehörde bestätigt werden. Mit der rechtskräftigen Umwidmung kann die Raststation Hörbranz GmbH das Gewerbe- und Bauverfahren angehen, in dessen Verlauf alle unmittelbar betroffenen Parteien eingebunden werden. Der Baubeginn ist dann für Herbst 2016 und die Eröffnung der Raststation für Mitte 2018 geplant.

 

Einbindung der Bevölkerung

Offiziell ist im Rahmen der Umwidmung erst im Verlauf der öffentlichen Auslegung bei der Gemeinde Hörbranz die Beteiligung der Bevölkerung vorgesehen. Die Raststation Hörbranz GmbH hat jedoch schon früh auf Dialog gesetzt.

  • Bereits im Juni 2010 fand eine erste Bürgerinformationsveranstaltung in Hörbranz statt.
  • Mit Anrainern und Bürgerinitiativen, die dem Projekt kritisch gegenüberstehen, wurde früh ein offener Dialog gestartet.
  • Anfang Mai 2011 nahm der Projektbetreiber die Einladung an, der Bevölkerung von Lindau-Zech an einem Informationsabend ausführlich Rede und Antwort zu stehen.
  • Mitte Mai 2011 wurde an alle Haushalte in Hörbranz und Lindau-Zech eine Projektzeitung mit ausführlichen Informationen verteilt.
  • November 2011: Informationsveranstaltung und Diskussion in Hörbranz

Einige Anregungen aus der Bevölkerung sind in die weiteren Planungen eingeflossen.

  • Ursprünglich sollten zwei Notzufahrten auf das Gelände bestehen bleiben. Auf Wunsch der Anrainer wird es nur noch nördlich eine Notzufahrt geben. Eine Schranke verhindert die unerlaubte Zu- und Abfahrt auf die Autobahn.
  • Auch die Auffahrts- und Abfahrtsrampe wurden auf Anregung der Anrainer getrennt. Hierdurch konnte die Neigung der Auffahrtsrampe auf die Autobahn unter vier Prozent reduziert werden, was eine weitere Lärmreduktion ermöglicht.
  • Ursprünglich sollte das Restaurant vom Fahrrad- und Fußgängerweg aus erreichbar sein. Auch die Hörbranzer Bevölkerung hätte so beim Spaziergang eine Erfrischung kaufen und die Terrasse für eine Pause nutzen können. Einige Anrainer haben dies jedoch abgelehnt, weshalb das Vorhaben nicht weiter verfolgt wurde.